Gimp 077 – Bilder fürs Web 1, das Problem

Dieses Tutorial ist keine Anleitung, sondern zeigt die Gründe auf, wieso Bilder, roh aus der Kamera, sich nicht für Webseiten eignen. In Teil 2 werde ich dann wieder wie gewohnt, die entsprechenden Arbeitsschritte beschreiben.

Skills: Basics 1.5 out of 5 stars (1,5 / 5)
Plugin: Nein

 

Mit Digitalkamera und Smartphones kann man schöne Bilder und Schnappschüsse machen. Nur sollten diese Bilder nicht in ihrer vollen Auflösung hochgeladen, sondern mit Bedacht zugeschnitten und/oder verkleinert werden.

 

Beispiel aus der Praxis

Um besser verstehen zu können worum es geht, erst einmal ein Beispiel wie man es nicht machen sollte.

Auf einer Webseite (Bilder und URL sind unkenntlich gemacht) fand ich sechs Bilder. Fünf davon als Galerie. Jedes Bild der Galerie hatte mindestens 2MB. Das kleinste angezeigte Bild war als Vorstellung der Location gedacht und wurde in einer Größe von 249 x 192 Pixel (siehe Bild unten).

Endformat auf der Seite: 249 x 192 Pixel

Anzeigeformat auf der Seite: 249 x 192 Pixel

 

Ich habe mir das Bild über die rechte Maustaste anzeigen lassen. Das Bild war kolossal groß und wurde offensichtlich unbearbeitet, im Rohformat von der Kamera auf der Seite platziert. Dann habe ich die Grafikinformation des Browsers befragt. Es stellte sich heraus, das sich hinter dem Bildchen mit den Maßen 249 x 192 Pixel ein riesiges Bild von 2845 x 2133 Pixel, mit einer Dateigröße von 3 Megabyte (3000 Kilobyte) versteckte (siehe Bild unten).

Enorme Bildgröße

Enorme Bildgrößen kommen zum Vorschein

Das gleiche Bild, in GIMP in nur einem einzigen Arbeitsschritt für das Web skaliert, hat bei mir im Endformat dann die richtigen Bildmaße von 249 x 187 Pixel und eine Datenmenge von 21,4 KB (Kilobyte).

Von mir bearbeitetes Bild. So wäre es richtig.

Von mir bearbeitetes Bild. So wäre es richtig.

  • Mein Bild hat in Kilobyte 22 KB und demnach circa 2970 KB (Kilobyte) weniger als das Bild auf der Webseite.
  • In Bytes ausgedrückt hat mein Bild 21.913 Byte und damit mal eben 2.900.000 Byte weniger.

Solche Seiten sind dann wirklich eine böse Falle, für Menschen mit einem monatlichen begrenzten Datenvolumen, wie es viele Mobilfunkanbieter bereitstellen! Geschweige davon, das der Datentransfer wie gesagt, selbst bei schneller Leitung, nur Scheibchenweise erfolgt.

Hausgemachtes Beispiel

Die unten abgebildete Datei hat eine Bildgröße von 2592 x 1944 Pixel. Die Dateigröße ist in diesem Zustand 1,54 Megabyte groß. Als Endformat zu groß und als Vorschaubild riesig! Zehn Bilder dieser Art hätten dann, auf einer Webseite als „kleine“ Bildergalerie 15 Megabyte, wenn nicht mehr. Kommt auf den Detailreichtum der Bilder an. Hundert solcher Bilder (hundert auf einer Webseite verteilt, sind nicht so selten heutzutage) hätten dann schon 150 und mehr Megabyte auf dem Webspace.

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Bildmaße: 2592×1944 Pixel – 1,54 Megabyte

OK, Webspace gibt es heute Gigabyteweise. Trotzdem summiert sich das ganze sehr schnell und vor allem die Ladezeiten steigen sehr an. Das zeigt sich daran, das selbst bei schnellen Leitungen, sich die Bilder nur nach und nach, meist zeilenweise, von oben nach unten aufbauen.

Man sollte nicht vergessen, das manche Gegenden nur über schlecht ausgebaute Netze (also langsame Netze) verfügen, teilweise sogar nur über WLAN erreichbar sind. Auch in Deutschland!

Dann gibt es Menschen die mit dem Smartphone surfen und nicht wenige davon ein Datenlimit (limitierten Traffic) haben. Hätte ein User z.B. 300MB monatlich und besucht eine Seite wo schon zehn Vorschaubilder 20 MB haben, wird er sich schnell wundern wie sich sein Volumen so schnell in Nichts auflöst.

Es nützt auch nichts diese Bilder künstlich klein zu halten, indem man per HTML und/oder CSS die Bildergröße einschränkt. Dann wird es nur kleiner angezeigt, behält aber seine Größe in Megabyte gerechnet, wie das Beispiel oben, aus der Praxis zeigt.

Im nächsten Teil beschreibe ich wie man dieses Problem im Handumdrehen lösen kann.

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