Gimp 160 – Patterns und PAT-Files, Basics

Jeder kann sich eigene Muster, die in der Gimp-Bibliothek als PAT-Dateien abgelegt werden selbst gestalten. Hier findet der Beginner eine Anleitung zur Erstellung, Informationen über die vielen Möglichkeiten Muster anzuwenden und dauerhaft zu nutzen.

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Grundsätzlich kann alles, was sich in der Zwischenablage befindet, als Muster verwendet werden. Markiert man einen Bildbereich oder gesamtes Bild so erscheint eine Vorschau davon in der Musterpalette links oben in der Ecke. Über Bearbeiten – Mit Muster Füllen kann dann eine Auswahl (oder eine gesamte Fläche) mit diesem Muster gefüllt werden.

Die Maße werden dabei 1 : 1 übernommen. Es ist keine Möglichkeit vorgesehen das Muster vorher oder nachher zu skalieren. Gimp ist Pixel-basierte Bildbearbeitung und eine Skalierung würde den Bildinhalt (das Muster) nur zerstören. Über die rechte Maustaste in der Muster-Palette kann ein Muster als Bild geöffnet werden.

Bis zu GIMP 2.8.22 war es noch möglich sich auf dem Weg Datei – Erstellen – Muster zufällige Muster zu generieren. Die Ergebnisse waren bescheiden. Dieser Menüpunkt ist ab Version 2.10 nicht mehr vorhanden. Man hat die 90iger (einigermaßen) hinter sich gelassen.

 

Eigene Patterns (organisatorisches)

Im Prinzip können Patterns in jeder Größe angelegt werden. Dabei ist zu bedenken das Patterns nicht skaliert werden können (außer über unsaubere Tricks). Das grenzt die Anwendung nur bedingt ein.

Möglicherweise möchte man, regelmäßig in einer Umgebung wie beispielsweise auf einer Webseite, Textildesigns präsentieren. Dann bietet es sich an sich eine Vorlage für Shirts, Shorts, Kleider, Röcke oder Tücher anzufertigen. Dementsprechend kann man bei allen Mustern immer die gleiche Mustergröße (Bildgröße) beibehalten.

Patterns in Folders

Patterns organisieren

Hilfreich ist zudem das sich Muster in Ordnern nach Thema ablegen lassen. Das erleichtert die Arbeit, verhindert Chaos und angelegte Sets (Paisley, SciFi, Nature etc.) lassen sich leicht erweitern und verwalten (siehe Animation oben).

 

Muster erstellen

Muster können von allen vorhandenen Bildern erzeugt werden. Meist ist es günstig(er) Bildausschnitte kachelbar (seamless) herzurichten. Aber auch eigene Grafiken können verwendet werden. Möglich ist ebenfalls das man sich ein Design in Inkscape aufbaut, als PNG in Gimp importiert und als PAT-Datei als Pattern exportiert.

 

Beispiel – BumpMap Patterns

Eine Bump-Map besteht aus Graustufen die dann über einen Gimp-Filter (Filter – Abbilden – Bump-Map) für eine dreidimensionale Darstellung sorgen. Als Beispiel nehmen wir eine Schokolade.

Man erstellt sich ein neues Bild in der Größe von beispielsweise 40 x 40 Pixel bei 72 DPI (300 DPI für Print). Der Hintergrund ist weiß (siehe Bild unten).

Pattern Canvas

Pattern Originalgröße

Mit dem Stift-Tool (nicht dem Pinsel) wird dann bei einer rechteckigen Pinselform (2 Pixel stark) ein dunkler Außenrahmen aufgemalt. Direkt daran angrenzend ein weiterer Rahmen mit einem helleren Grau (siehe Bild unten).

Chocolate Pattern

Schoko-Muster aufzeichnen

Über Datei – Exportieren als… wird diese Grafik dann in den entsprechenden Patterns-Ordner exportiert. Wichtig ist das ihr der Datei die Dateiendung .pat anhängt, sonst wird es nicht funktionieren. In Gimp klickt ihr dann in der Pattern-Palette das Aktualisieren-Symbol an und das neue Muster sollte erscheinen.

Dann über Datei – Neu ein neues Dokument mit den Maßen 320 x 320 Pixel erstellen. Das Muster in der Pattern-Palette durch anklicken aktivieren und Bearbeiten – Mit Muster füllen anwenden. Über Filter – Weichzeichnen – Gaußscher Weichzeichner wird das Muster mit der Einstellung auf 2 dann ganz leicht geblurt (siehe Animation unten).

Gaussian Blur

Leicht weichgezeichnetes Muster

Diese Ebene in beispielsweise bump umbenennen. Darüber eine neue Ebene erstellen und mit brauner Farbe füllen.

Jetzt kann über Filter – Abbilden – Bump-Map das Muster als Struktur wiedergegeben werden. Als Bump-Map ist die Ebene bump auszuwählen (siehe Bild unten).

Gimp Bump Map Filter

Bump-Map Filter anwenden

Fertig ist im Prinzip die Schokolade und kann als Hintergrund oder anderweitig weiterverarbeitet werden (siehe Bild unten).

Final Bump Chacolate in Gimp

Final

Auf diese Weise kann man sich in Gimp viele Bump-Maps zu allen möglichen Zwecken anlegen und als Patterns gemeinsam in Ordner sortieren.

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