Inkscape 071 – Animation, Piktogramme lernen laufen

Aus guten Gründen wurden unsere Piktogramme aus mehreren Körperteilen bestehend gebaut. So lassen sich die Einzelobjekte besser positionieren. Dank dieser Bauweise können sie laufen, springen, sitzen und tanzen lernen und dabei sogar animiert werden.

Skills: Easy 2.2 out of 5 stars (2,2 / 5)
Plugin: Nein
Download: Im Download befinden sich alle Arbeitsdateien zum Tutorial. Download via Mediafire.

 

Dieses Tutorial besteht aus 2 Teilen. Die endgültige Fertigstellung erfolgt in dem hier verlinkten GIMP-Part.

Springseil (16-Bilder)

Animation (16-Bilder)

Betrachtet man die Einzelbilder der Springseilanimation, dann fällt Folgendes auf:

Springseil-Animation mit zwei doppelten Frames

Animation mit doppelten Frames

Erstens: Ab der Mitte kann man die Bewegungsabläufe/Ebenen kopieren und diese Ebenen in umgekehrter Reihenfolge anordnen. Zweitens: Es könnten von den Kopien und insgesamt 16 Bildern sogar noch zwei wegfallen, da sie sich wiederholen (siehe Bild oben). Es gibt Abläufe wo doppelte Frames sofort als extrem störend auffallen.

 

Lets go!

Als Beispiel dient eine etwas einfachere Animation als den Seilsprung. Die unten abgebildete Kicker-Animation ist weniger komplex und damit für ein besseres Verständnis günstiger geeignet.

Endresultat

Endresultat

Falls ihr die oben verlinkte Beispieldatei heruntergeladen und geöffnet habt, sieht man ganz unten eine Ebene mit der Bezeichnung BG (Background = Hintergrund). Sie besteht aus einer weißen Hintergrundfläche und der Linie für den Boden. Das ist sozusagen das Szenenbild. Diese Ebene wird nicht bearbeitet und daher am Schloss verriegelt.

Bei den Bildteilen (Bein & Ball) die sich bewegen, wurde die Deckkraft der Farbe, nicht die Deckkraft der ganzen Ebene, zur besseren Ansicht auf 50 % reduziert. Somit ist es möglich in sogenannten Zwiebelschicht-Ansicht zu arbeiten.

Drehpunkt

Drehpunkt

Beachtet werden muss dann natürlich zum Schluss das die Deckkraft von Bein und Ball, bei allen Ebenen wieder auf 100 % eingestellt wird!

 

Phase 1 – Ebenen kopieren und anordnen

Jetzt kopiert ihr die Ebene Frame 1 viermal. Das geht bei Inkscape mit einem Rechtsklick auf die zu kopierende Ebene und der Option Aktuelle Ebene duplizieren.

Die Ebenen sollten ordentlich umbenannt werden, um den Überblick zu behalten (nur Ebene BG bleibt BG!). Ebene 2, 3 und 4 werden am Schloss verriegelt und auf unsichtbar gestellt.

Als Erstes wird Ebene 5 (Frame 5) bearbeitet. Ich ziehe an den Anfassern zum Rotieren das Bein ganz nach unten, bis es den Boden berührt. Den Ball ziehe ich weit nach oben. Das ist/wird neben Ebene 1 der nächste Ruhepunkt und Mitte der Animation. Nun kann ich die Zwischenschritte von Ebene 2, 3 und 4 genauer aufteilen (siehe Bild unten).

Bein nach unten, Ball nach oben

Ebene 5 – Bein nach unten, Ball nach oben

Sichtbar sind bisher dann nur Ebene 1 und 5. Jetzt kommen, Ebene für Ebene alle anderen dazwischen. Ebene 5 kann man verriegelt werden, aber zu Orientierung sichtbar bleiben.

Ebene 2 wird entriegelt und auf sichtbar gestellt. Das Bein ein kleines Stück nach unten und der Ball nach oben.

So werden jetzt die nächsten beiden Ebenen nach und nach bearbeitet und Bein und Ball bewegt. Ebene 3 dann Ebene 4. Stück für Stück das Bein nach unten, der Ball nach oben. Nicht vergessen: Immer nur die gerade zu bearbeitende Ebene entriegeln, die anderen verriegeln, aber sichtbar lassen!

Ebene 3 und 4 sind fertig

Ebene 3 und 4 sind ebenfalls fertig. Das wars dann soweit

Ist man noch etwas unzufrieden mit den Bildschritten und möchte nachkorrigieren, zeigen die Zwiebelschichten ihren ganzen Vorteil. Durch sie können Ball und Bein, Bild für Bild exakt wie gewünscht positioniert werden.

Am Ende stellt ihr bei allen betroffenen Ebenen die Deckkraft von Bein und Ball wieder auf 100 %.

 

Phase 2 – Ebenen kopieren und anordnen

Die Bewegungsabläufe bzw. Ebenen werden nun kopiert und positioniert. Das betrifft die Ebenen 2, 3 und 4. Mit einem Rechtsklick auf die jeweilige Ebene und kann bei den sich öffnenden Optionen Aktuelle Ebene duplizieren wählen. Mit den grünen Pfeilen unterhalb des Ebenen-Dialogs können die Ebenen in die richtige Reihenfolge gebracht werden (siehe Bild unten).

Ebenen fertig zum Export

Ebenen angeordnet und fertig zum Export

 

PNG Export

Beim PNG-Export muss die Ebene BG immer am Augensymbol auf sichtbar gestellt sein und bleiben! Die anderen Ebenen werden nach und nach, mit jedem neuen Speichervorgang sichtbar gemacht. Die darunter auf unsichtbar. So wird Bild für Bild exportiert. Jedes dieser Einzelbilder sollte beim Export einen eindeutigen Namen erhalten.

Beispiel: kicker_001.png (für Ebene 1), kicker_002.png (für Ebene 2) und so weiter, bis alle Ebenen gespeichert wurden.

Im Gegensatz zu den sonstigen Einstellungen zum Export verändern wir hier die Voreinstellungen. Von den oberen Buttons muss Seite ausgewählt werden! Außerdem darf Alle außer Ausgewählte verbergen hier nicht markiert sein (siehe Bild unten)!

Markierte Bereiche beachten!

Markierte Bereiche beachten!

Damit sind wir am Ende dieses Teil angelangt. Wie so oft liest es sich vielleicht mühevoller als es tatsächlich ist. Aus dem Kopf, ohne Tutorial-Lesezeit und mit etwas Übung beträgt der Zeitaufwand vielleicht 10 – 15 Minuten.

Die nächsten Schritte und Fertigstellung der Animation werden in GIMP vollzogen.

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