Milkytracker – Basics 3, Tracks & Patterns

Es ist wichtig zu verstehen wie sich Songs in Milkytracker zusammensetzen und wie die Patterns auf den Channels und Tracks verteilt werden. Daher hier ein kleines Experiment zur Einführung, bevor es an das Musikmachen geht.

Skills: Easy
Download Milkytracker: Miklytracker bei milkytracker.titandemo.orgdownloaden
Download Demo-Song: Demosong von Brendon Walsh, angeglichen von NQNStudios. Download bei Github

 

Für diesen Part ist es vorteilhaft sich den oben verlinken Demo-Song herunterzuladen, um diesem Part folgen zu können. Man kann natürlich auch die Milkytracker beigefügten Songs im gleichnamigen Ordner verwenden, muss dann aber selbst die einzelnen Patterns aufmerksam beachten.

 

Shortcut Empfehlung

In dem Block wo es um die Patterns als einzelne Parts geht, er wird auch Position Indicatior genannt,  befinden sich zwei Spalten mit Zahlen. Die erste Spalte zeigt die Nummer der Patterns in der Reihenfolge wie sie in der Regel abgespielt werden.

In diesem Bereich des Position Indicatiors navigiert ihr über den Scrollbalken oder einfacher mit den Shortcuts SHIFT-Pfeiltaste rechts (nach unten) oder links (nach oben). Die Zahlen werden in dieser Spalte Hexadezimal angezeigt. Beginnen also bei 0 (Null) und gehen bis 9 von da an von A (für 10) bis F (für 15) etc.

Die zweite Spalte zeigt die Patterns. Die Patterns sind immer ein Block von einzeln komponierten Tönen. Ein Pattern kann demnach mehrmals verwendet werden, wie es auch im Beispiel an der Ziffern zu erkennen ist (siehe Animation unten).

Zwei Spalten Zahlen

Zwei Spalten Zahlen

Im Pattern-Editor wird immer das Pattern angezeigt, welches in der Zahlenreihe ausgewählt ist (siehe Animation unten).

Gewählte Patterns im Sample-Editor

Patterns im Pattern-Editor

Der geladene Song von Brandon Walsh reicht von 0 ( Null) bis B. Wobei B im Hexadezimalsystem der 11 entspricht (siehe Animation unten).

Song mit 11 Tracks

Song mit 11 Tracks

Die Länge des Songs wird aber unterhalb dieses Fensterchens mit 0C beschrieben, das ist eins mehr als B, denn C entspricht im Hexadezimalsystem der 12. Auf die 12 kommt man, weil die Null mitgezählt wird. Navigiert ihr von oben nach unten (SHIFT-Pfeiltaste nach rechts) so werdet ihr auch 12 Tracks zählen. Jetzt ist auch klar geworden was der Eintrag Length bedeutet (siehe Bild unten).

Länge: 12 Tracks (0C)

Länge: 12 Tracks (0C)

Wir haben also den Fensterbereich mit den 12 Tracks. Daneben befinden sich die Buttons SEQ mit Plus und Minus, darunter Del. Der ausgewählte Track mit dem Pattern wird genauso bei Patn. (für Pattern) und auch im Track-Editor angezeigt (siehe Bild unten).

Alles hängt zusammen

Alles hängt zusammen

 

Beispiel

Damit das noch klarer wird werden wir jetzt das Lied zerstören. Zunächst löscht ihr von unten an, ab Track B alle Tracks mit dem Del-Button bis inklusive Track 5. Dann markiert ihr mit einem Klick Track 3 und löscht diesen ebenfalls.

Als letzter Track ist jetzt Track 3 zu sehen. Die Length zeigt allerdings 4 (04) Tracks an. Das liegt daran, dass sich Track 0 (Null) ja noch oben, nicht aufgedeckt befindet und mitgezählt wird (siehe Bild unten).

Track 0 bis 3 macht 4 Tracks

Track 0 bis 3 macht 4 Tracks

Jetzt klickt ihr auf den kleinen SEQ-Button. Ein neuer Track (Track 4) wird angelegt. Den Minus-Button drückt ihr jetzt so lange bis in der Pattern-Zahlenspalte die 01 angezeigt wird (siehe Bild unten).

Track 4 auf Pattern 01 einstellen

Track 4 auf Pattern 01 einstellen

Jetzt könnt ihr Track 0 (Null) markieren und das neue Lied starten. Track Null wird insgesamt nur einmal gespielt. Track 1 ebenfalls. Ab jetzt werden denn Track 2, 3 und 4 in Dauerschleife (im Loop) wiedergegeben. Wobei Track 3 und 4 identisch sind. Dann startet Track 2 neu und so weiter.

Dieses Beispiel ist brutal angegangen und extrem einfach. Manchmal muss man etwas kaputt machen und neu aufbauen, um eine Sache zu verstehen. Es sollte nur aufzeigen wie das Ganze funktionieren kann, in der Hoffnung das dieser kurze Beitrag die Sache mit den Tracks und Patterns ein wenig klarer gemacht hat, denn dieser Punkt ist wichtig.

Im nächsten Part geht es dann endlich mit einem einfachen eigenen Rhythmus los.

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