Gimp 166 – COA Tools für Gimp, Einstieg (1)

Das COA-Tools –Plugin für Gimp erlaubt das Exportieren von Ebenen (beispielsweise eines Characters für Games oder Trickfilm) die anschließend in Blender importiert und animiert werden können. Dieser Beitrag beschreibt die einfache Installation und Anwendung.

Skills: Easy 1.5 out of 5 stars (1,5 / 5)
Plugin, Blender 2.79: COA-Tools von Andreas Esau für Blender Versionen unter Blender 2.8. Download bei Github.
Plugin, Blender 2.8x: Download COA Tools für Blender 2.8 und höher. Download via Github.
Gimp 2.8.22: Download Gimp 2.8.22 inklusive installierten COA-Tools. Download via Mediafire.

 

Hinweis: Das COA-Tools Modul für Gimp funktioniert derzeit nur mit Gimp bis Version 2.8.22. Wer eine solche Version benötigt kann die von uns mit allerlei nützlichen Plugins ausgestattete portable Gimp Version inklusive installierten COA-Tools downloaden.

 

COA-Tools in Gimp

Das in Blender auch 2D-Animationen (Trickfilme, ähnlich dem klassischen Zeichentrick) realisiert werden können ist bekannt. Dafür gibt es zahlreiche mittlerweile stark optimierte Werkzeuge (siehe Grease Pencil). Bilder in Blender laden ist auch nicht das Problem. Was die COA-Tools dazu beitragen ist die Möglichkeit eine komplette zusammenhängende Figur in Blender zu importieren.

Gimp übernimmt hier den Export. Es werden Ebenen exportiert und gleich mit dazu eine JSON-Datei die für den Blender Import wichtig ist um alle Einzelteile sortiert beieinander zu halten.

 

Download und Install

Auf Github (oben verlinkt) ladet ihr das komplette Paket herunter. Dann muss es entpackt werden. In dem Paket befinden sich verschiedene Ordner (siehe Bild unten).

COA TOOLS Paket - Inhalt

COA Paket entpackt

Wie man sieht, deckt Andreas Esau gleich mehrere Programme für den Export ab. Neben Gimp werden Krita (scheint noch unfertig) und Photoshop unterstützt. Godot ist eine Game-Engine. Für uns ist hier nur der Gimp-Ordner interessant.

Die sich im Gimp-Ordner befindende Python-Datei coatools_exporter.py wird kopiert und in dem Gimp-Plugin Verzeichnis abgelegt. In unserem Fall lautet der Pfad: GIMP2.8.22\App\gimp\lib\gimp\2.0\plug-ins. Das kann bei euch anders sein.

 

COA Tools – Anwendung

Wie ihr euch einen Character erstellt bleibt euch überlassen. Ihr könnt beispielsweise Inkscape verwenden (wie hier im Beispiel geschehen), um einzelne Körperteile zu malen. Exportiert diese aus Inkscape als einzelne (!) PNG (siehe Bild unten).

Inkscape PNG-Export

Inkscape PNG-Export

Zu Anfang ist ein Dokument in Gimp zu erstellen. Sagen wir mit den Maßen 500 x 500 Pixel (transparenter Hintergrund). In jedem Fall groß genug um die Bilder unterzubringen. Diese aus Inkscape exportierten Dateien öffnet ihr dann Gimp über Datei  – Als Ebenen öffnen. Die Bilder sind dann in Gimp auf Ebenen verteilt (siehe Bild unten).

Ebenen in Gimp

Ebenen in Gimp

Bei in Gimp gemalten Körperteilen verteilt ihr die Ebenen schon im Ansatz richtig. Bei importierten Dateien müsst ihr die Hierarchie kontrollieren und eventuell Ebenen verschieben und platzieren. Das gilt für die Körperteile im Arbeitsbereich wie auch die Reihenfolge der Ebenen. Damit ist gemeint das die Arme unter den Schultern liegen, der Kopf unter dem Brustkorb etc. (siehe Bild unten).

Alle Ebenen übereinander - Ungünstig

Alle Ebenen übereinander – Ungünstig

Die JSON-Datei, die nachher beim Export aus Gimp mit erzeugt wird, beinhaltet alle Daten, die für die Anordnung der Körperteile in Blender wichtig sind. Daher verteilt ihr die Ebenen in Gimp so wie sie später in Blender erscheinen sollen /siehe Bild unten).

Ebenen angeordnet

Ebenen angeordnet

Habt ihr alles an den rechten Platz zurechtgerückt braucht die Datei nur noch exportiert zu werden. Durch das Plugin wurde Gimp im Bereich Datei ein neuer Eintrag hinzugefügt: Export To COA Tools (siehe Bild unten).

Datei - Export to CoaTools

Datei – Export to CoaTools

Im nachfolgenden Fenster verbirgt sich unter dem oberen Bereich der Eintrag Andere, worüber ihr ein bestimmtes Verzeichnis ansteuern könnt. Darunter muss ein Projektname eingetragen werden. CoaTools wird unter diesem Namen einen Ordner anlegen mit den Sprites (Einzelbildern) und der JSON-Datei (siehe Bild unten).

Schaut ihr in den Ordner werdet ihr feststellen das alle Bilder auf das wesentliche beschnitten worden sind. Das ist gut, denn in Blender können wir keinen Rand brauchen. In der JSON Datei stehen wie gesagt Informationen zur Anordnung die für Blender beim Import wichtig sind (siehe Bild unten).

Inhalt der JSON-Datei

Inhalt der JSON-Datei

Soviel nur am Rande zur Information zu dem JSON-File. Da muss man gar nicht ran. Es ist eben nur wichtig das dieser File erstellt wird, denn nur so können die Dateien gemeinsam und zusammenhängend in Blender importiert werden. Dazu reichen in Blender nur wenige Klicks (2-3) aus (siehe Bild unten).

In Blender importierter Character

In Blender importierter Character

Der Gimp-Part ist immer schnell abgearbeitet. In Blender ist der Import auf diese Weise aber eine riesige Erleichterung, zumal COA-Tools in Blender noch weitere hilfreiche Werkzeuge zur Animation des Characters bereitstellt. Dazu mehr im kommenden Blender-Beitrag von COA-Tools.

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