Scribus 006 – Bilder, Schriften & Ordner

In diesem Beitrag erhaltet ihr wichtige Dinge, die für einen reibungslosen Ablauf zum Erstellen von DTP-Dokumenten nötig sind. Wie alle anderen DTP-Programme verlangt auch Scribus eine gewisse Ordnung was die Speicherorte von Inhalten angeht.

Skills: Easy Basics 1.3 out of 5 stars (1,3 / 5)
Plugin: Nein
Scribus Version: Scribus 1.5.5 (Test)

 

Mit DTP-Programmen werden unter Umständen komplexe Dokumente angelegt, was beispielsweise zahlreiche Bilder auf zahlreichen Seiten und andere Inhalte angeht. In der Praxis kommt es bei unerfahrenen Usern, die das Thema auf die leichte Schulter nehmen oft zu Problemen. In der Hauptsache betrifft das fehlende beziehungsweise falsch abgelegt Bilder und/oder Schriften. Bilder werden eventuell zwar als Vorschau angezeigt, aber fehlen plötzlich in der Druckdatei, was fatale Folgen haben kann/wird.

Nutzt man spezielle Schriften (beispielsweise für Headlines etc.) müssen die natürlich nicht zwingend auf einem anderen Rechner vorhanden sein. Es gibt dann zwar eine Meldung das die Schriftart fehlt und ersetzt wird, aber man kann nicht verlangen das jeder sich nur wegen eines fehlerhaften Dokuments stets den Rechner wegen fehlender Schriften sein System mit Fonts auffüllt.

Der klassische, hier beschriebene Weg solche Probleme zu vermeiden geht anders und ist immer der sichere Weg. Trotz der Möglichkeiten der Einbettung solcher Dinge.

 

Ordner anlegen – Struktur schaffen

Beginnt man ein DTP-Projekt sollte man sich dazu einen Ordner anlegen. In diesem Ordner wird die Scribus-Datei abgespeichert. Somit hat man eine Art Hauptverzeichnis erstellt (Root-Verzeichnis).

In diesen Ordner, in dem sich auch die Scribus-Datei befindet, werden mindestens zwei weitere Ordner angelegt. Ein Ordner mit dem Namen FONT, in dem spezielle Schriftarten abgelegt werden und ein weiterer Ordner mit dem Namen IMAGES für alle Bilder.

 

Bilddateien sammeln

Man stelle sich vor man möchte ein bebildertes Kochbuch für Freunde oder Verwandte als Geschenk verfassen. Auf dem heimischen Rechner liegen in allen möglichen Ordnern munter viele Bilder zu vielen Gerichten. Die Arbeit dazu dauert Tage, vielleicht sogar Wochen. So arbeitet man sich langsam voran von vorne nach hinten.

Bei der Arbeitsweise alle möglichen Bilder aus allen möglichen Ordner zu verwenden kommt es häufig (fast immer) vor, das solche Inhalte plötzlich verloren gehen. Dann müsste man die Bilder suchen gehen und neu verknüpfen. Nach einiger Zeit treten ähnliche Probleme an anderen Stellen auf und so weiter. Das ist ärgerlich, mühselig und wenn das beim Druck passiert eine Katastrophe.

Aus diesem Grund werden Bilder immer wie oben beschrieben in den Projektordner, der sich im Hauptverzeichnis befindet sortiert.

 

Schriften

Gleiches gilt für Schriftarten. Nutzt man an wenigen Stellen Schmuckschriften für Headlines oder dergleichen hat man auf dem eigenen Rechner keine Probleme, dort sind sie heruntergeladene Fonts installiert. Wechselt man aber auf einen USB-Stick zum Beispiel und arbeitet woanders als Zuhause, fehlen diese Fonts mit Sicherheit. Die Druckerei wird die Schriftart in den wenigsten Fällen im Netz suchen gehen und installieren.

Zwar gibt es die Möglichkeit Schriftarten einzubetten, aber dennoch sollte man auch hier den Überblick behalten und auf Nummer sicher gehen. Daher: eine Kopie der besonderen Schriftarten immer in den FONT-Ordner im Projekt ablegen. So findet ihr in zwei Jahren, vielleicht zu Weihnachten auch die Xmas-Schriftart wieder. Fehlen Schriftarten aus welchem Grund auch immer, werden sie gnadenlos durch andere ersetzt. Und das kann hässlich werden!

 

Bei diesem kleinen (Warn-)Hinweis wollen wir es belassen. Die Vorgehensweise klingt vielleicht sehr schulmäßig und Old School, hat sich aber bewährt! Klassisches Vorgehen hat noch nie geschadet und im Printbereich in Zusammenarbeit mit Druckshops oder Druckereien kosten Fehler und Nachlässigkeiten Geld.

 

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